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<metadata xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"><dc:title>Joseph Roths „Das Spinnennetz“  im zeitgeschichtlichen Kontext</dc:title><dc:creator>Zekić,	Ivan	(Avtor)
	</dc:creator><dc:creator>Lughofer,	Johann Georg	(Mentor)
	</dc:creator><dc:subject>Das Spinnennetz</dc:subject><dc:subject>Nachkriegszeit</dc:subject><dc:subject>Krieg</dc:subject><dc:subject>Hass</dc:subject><dc:subject>Juden</dc:subject><dc:description>Der Erste Weltkrieg ist eines der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Es forderte eine enorme Anzahl von Menschenleben und veränderte das Erscheinungsbild der Weltkarte drastisch. Es beeinflusste das Leben in den folgenden Jahren stark und verursachte enorme wirtschaftliche Verluste. Obwohl das Ende des Kriegs einen Neuanfang bedeuten sollte, nicht nur im politischen Bereich, sondern auch für die Menschen und insbesondere für diejenigen, die im Krieg gekämpft haben. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren voll von Aufständen, Rebellionen, Notlage, Krankheiten, Todesfälle, Depression, Hass und Vorurteil.
Die Hauptfigur von Roths Roman „Das Spinnennetz“, Theodor Lohse, trug im Ersten Weltkrieg die Uniform eines Leutnants, ist aber ein Jahr später kein Leutnant mehr, sondern ein ganz normaler Lehrer. Er erhält jede Woche Hülsenfrüchte als Belohnung für seine Kriegsleistungen. Doch auch zu Hause wird er diskriminiert, da er spürt, dass seine Mutter und seine Schwestern es vorziehen würden, wenn er im Krieg sterben würde und so die Ehre seiner Familie bewahren würde. Nach der Rückkehr aus dem Krieg weiß Lohse nicht mehr, wohin ihn das Leben führt und welche Rolle er in dieser Welt spielt. Als Folge des verlorenen Kriegs ist der Leutnant voller Hass und Enttäuschung. Er glaubt, dass die Juden die Hauptverräter und die wahre Ursache der Abwertung seines Heimatlandes sind. Sinnlosigkeit und Verzweiflung führen ihn dazu, dass er sich einer Geheimorganisation anschließt, um seine Ehre als Leutnant zurückzugewinnen und sich als wichtiges Mitglied der Gesellschaft zu fühlen. Auf seinem Weg zum Einfluss und Macht lernt er zu lügen, zu lauschen und seinen Hass mit Worten und Gewalt auszudrücken.
Roths Roman bietet den Lesern einen Einblick in die damals zerstörte deutsche Gesellschaft. Wirtschaftliche Verhältnisse, Politik, zunehmende soziale Unterschiede, Krankheiten, Geheimorganisationen, die die Nation führen, Judenhass, Sozialismus, Kommunismus, Hass auf alles Fremde, Streiks, Proteste und Demonstrationen sind Themen, die für die Zeit charakteristisch sind, und die Roth den Lesern mit geschickter Wortwahl und intensiver Handlung anschaulich präsentiert. Der Roman selbst ist eine Kritik and den Europäern der Nachkriegszeit, die immer gewalttätiger, rassistischer, fremdenfeindlicher und aggressiver werden.</dc:description><dc:date>2023</dc:date><dc:date>2023-09-10 07:46:18</dc:date><dc:type>Diplomsko delo/naloga</dc:type><dc:identifier>149804</dc:identifier><dc:identifier>VisID: 530120</dc:identifier><dc:identifier>COBISS_ID: 164737795</dc:identifier><dc:language>sl</dc:language></metadata>
